September 1, 2022
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Wie du aufhörst Dinge zu kaufen, die du eigentlich nicht brauchst

Denn die Dinge, die wir besitzen, besitzen am Ende uns

Wie du aufhörst Dinge zu kaufen, die du eigentlich nicht brauchst

90 % der Dinge, die wir besitzen, brauchen wir nicht. Und doch kaufen wir immer mehr von den Dingen, die wir nicht brauchen.

Indem wir unnütze Dinge anhäufen, verschenken wir unseren Lebensraum. Ryan Holiday hat einmal geschrieben:

"Geistige und spirituelle Unabhängigkeit bedeuten wenig, wenn die Dinge, die wir in der physischen Welt besitzen, am Ende uns besitzen."

Ein neues Handy bringt die Angst vor einem zerbrochenen Bildschirm und die Notwendigkeit einer neuen Handyhülle mit sich. Ein neues Hemd führt zu einer zusätzlichen Entscheidung, die man morgens treffen muss. Ein neues Auto erfordert eine zusätzliche Versicherung und einen sicheren Parkplatz.

Kauf für Kauf fügen wir unserem Leben Belastungen hinzu.

Aber was wäre, wenn du aufhören könntest, Dinge zu kaufen, die du nicht brauchst?

Wenn du aufhörst, Geld für neue Dinge auszugeben, löst du deine Bindungen an die materielle Welt. Du wirst eine unvergleichliche geistige und gedankliche Freiheit spüren.

Hier sind fünf einfache, aber effektive Schritte, die dir genau zeigen, wie du aufhörst, Dinge zu kaufen, die du nicht brauchst.

1. Erkenne, was du bereits hast

"Je mehr wir besitzen, desto mehr übersehen wir, desto weniger Platz haben wir, um uns zu bewegen und, ironischerweise, desto unbeweglicher werden wir."
- Ryan Holiday

Die meisten Menschen raten dir, alles durchzugehen, was du besitzt. Beurteile, was in deinen Schubladen und Schränken liegt. Sobald du weißt, was du hast, wirst du feststellen, dass du nichts mehr brauchst.

Und so weiter, und so weiter.

Meh.

Auch wenn die Anwendung von Marie Kondos magischem Aufräumbuch oder die Inspiration durch die Netflix-Dokumentation Minimalismus dein Zuhause entrümpeln lässt, werden diese Strategien dich nicht davon abhalten, neue Dinge zu kaufen.

Ich habe eine Bestandsaufnahme von allem gemacht, was ich besitze, und trotzdem hat mein Geist nicht mit meinem materiellen Reichtum Schritt gehalten. Ich wollte immer noch neue Dinge kaufen.

Anstatt den üblichen Ratschlägen zu folgen, solltest du dir ansehen, was bereits in dir steckt.

Du kannst keine äußeren Dinge kaufen, um die Dinge in deinem Inneren besser zu machen. Kein Auto, kein iPhone und keine Kopfhörer werden dazu führen, dass du dich wertvoller fühlst. Keine materiellen Dinge werden zu innerem Reichtum führen.

Wie man es macht:

Was verbirgt sich hinter den Dingen, die du kaufen willst? Nimm Papier und Stift zur Hand und beantworte folgende Fragen zur Selbstbeobachtung.

Lese Bücher über das Konzept des Genug-Seins. Meditiere. Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch. Hol dir eine Lebensberaterin oder Lebensberater.

Es gibt viele Wege, die dich zu inneren Reichtum führen. Was zunächst entmutigend klingt, ist der Weg zum inneren Reichtum.

Indem du dir bewusst machst, was in dir vorgeht, erkennst du Muster, die dein Verhalten beeinflussen. Schritt für Schritt kannst du dann dein Konsumverhalten ändern.

2. Schreibe deine Wünsche auf einen Wunschzettel

"Wenn es Zeit zum Nachdenken gibt, ist es wahrscheinlich eine gute Idee, sich zu verlangsamen."
- Daniel Kahneman

Die meisten unserer Entscheidungen sind fehlbar. Das ist das, was der Nobelpreisträger Daniel Kahneman als "System-1-Denken" bezeichnet.

Wir handeln schnell, instinktiv, unbewusst und emotional. Und obwohl wir alle regelmäßig in die Falle des schnellen Denkens tappen, muss das nicht so sein. Um das bessere System-2-Denken beizubehalten, können wir eine Wunschliste verwenden.

Wenn wir stattdessen eine physische Wunschliste verwenden, wird vieles von dem, was sich im Moment wie ein Muss anfühlt, in den Hintergrund treten.

Wie man es macht:

Statt dem Drang zu folgen, etwas sofort zu kaufen, schreibe deine Wünsche auf ein Blatt Papier. Mache es zur Regel, alles auf deine Wunschliste zu setzen, bevor du etwas bestellst.

Lass es eine Woche oder einen Monat lang liegen, bis du es kaufst. Auf diese Weise vermeidest du impulsive Entscheidungen.

Das Wichtigste ist, dass du die Kaufentscheidung so lange hinauszögerst, bis du die Zeit und den Raum hast, dir in Ruhe Gedanken zu machen.

3. Berechne dir die Lebenszeitkosten

"Es ist nicht so, dass wir nur eine kurze Zeit zu leben haben, sondern dass wir viel davon verschwenden."
- Seneca

Neue Dinge kosten Geld. Und um Geld zu verdienen, muss man arbeiten. Und um zu arbeiten, verschenkt man sein Leben.

Am Ende tauscht man also seine Zeit auf diesem Planeten gegen neue Dinge ein.

Ist dieser neue Rucksack für 120 € wirklich die Stunden wert, die du brauchst, um 120 € zu verdienen?

Ich lernte den Zeit-Geld-Wert zum ersten Mal mit 14 Jahren kennen. Für einen Stundenlohn von 5 € habe ich einem jüngeren Schüler Mathe erklärt.

Plötzlich erschien mir ein Hemd für 20 € wie Geldverschwendung. Indem ich die benötigte Arbeitszeit berechnete, hörte ich ganz auf, nutzlose Kleidung zu kaufen.

Wenn du einmal den Preis mit der Zeit vergleichst, die du brauchst, um die Summe zu verdienen, wirst du aufhören, Dinge zu kaufen, die du nicht brauchst.

Wie man es macht:

Anstatt zu fragen: Ist diese Jacke 100 € wert? Frag dich lieber: Ist diese Jacke die Zeit wert, die ich brauche, um das Geld zu verdienen?

Wenn nicht, kaufe sie nicht. Je weniger du ausgibst, desto mehr Geld wirst du haben. Wenn du jeden Monat mehr sparst, kannst du dein Geld für dich arbeiten lassen.

Natürlich solltest du nie etwas kaufen, das du dir nicht leisten kannst. Schulden für Konsumgüter zu machen, ist ein schneller Weg zur Angst.

4. Verzichte auf Konsum und investiere dein Geld

Anstatt sich mit Konsumgütern vollzustopfen, solltest du anfangen, Investitionsgüter zu kaufen.

Hier ist der Unterschied zwischen beiden Arten von Ausgaben: Nachdem du sie gekauft hast, verlieren Konsumgüter an Wert. Bei Investitionsgütern ist es genau andersherum: Mit der Zeit steigen sie im Wert.

Ein Auto ist ein Konsumgut. Wenn du ein neues Auto kaufst, verliert es die Hälfte seines Wertes, sobald du das Autohaus verlässt. Und mit jedem Tag, den du es besitzt, wird es weiter an Wert verlieren.

Ein börsengehandelter Fonds (ETF), der eine Vielzahl von Aktien enthält, ist ein Investitionsgut. Langfristig gesehen wird er an Wert gewinnen.

Aus Sicht der Geldverwaltung sind Investitionsgüter immer besser als Konsumgüter. Anstatt dein Geld für sinnlose Dinge zu verschwenden, solltest du es wie ein Profi ausgeben.

Wie man das macht:

Lege jeden Monat 50 € beiseite, um in Bücher, Meisterkurse oder Seminare zu investieren.

Investiere zuerst in dich selbst, indem du dir neue Fähigkeiten aneignest. Lese so viel, du kannst. Investiere den Rest in einkommensschaffende Anlagen wie Aktien und lasse dein Geld für dich arbeiten, während du schläfst.

Wenn du neu im Bereich des Investierens bist, durchforste die Rubriken "Beliebte Finanzbücher" auf Goodreads und bestelle die ansprechendsten. Hier findest du auch einen hervorragenden Leitfaden mit den 14 besten Finanzbüchern.

In meinem Regal würdest du “The Intelligent Investor”, “Think and Grow Rich” oder “The Millionaire Next Door” finden. Ich habe mir Hörbücher wie "Rich Dad Poor Dad" angehört, und nachdem ich mir die Grundlagen angeeignet hatte, bin ich mit Expertenratgebern zu Immobilieninvestitionen und ETF-Strategien tiefer eingetaucht.

Die Quintessenz

Wenn du aufhörst, unnützes Zeug zu kaufen, sparst du nicht nur Platz in deinem Kopf und in deiner Wohnung, sondern auch Geld.

Probiere aus, was für dich funktioniert. Völlige Abstinenz ist oft genauso ungesund wie ein materialistischer Konsum. Finde ein Gleichgewicht, das für dich funktioniert:

● Behalte im Auge, was du bereits hast.

● Benutze eine Wunschliste, um nach dem „System-Zwei“ zu denken.

● Berechne die Lebenszeitkosten eines Gegenstandes

● Verzichte auf Konsum und investiere stattdessen dein Geld.

Und wenn du Zweifel hast, denk daran: Weniger ist besser als mehr.

"Wovon wollen wir mehr im Leben? Das ist die Frage. Es geht nicht um Leistung. Es ist nicht die Beliebtheit. Es sind die Momente, in denen wir das Gefühl haben, dass wir genug sind. Mehr Präsenz. Mehr Klarheit. Mehr Einsicht. Mehr Wahrheit. Mehr Stille."
- Ryan Holiday

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